Naturhistorisches Museum Venedig
Naturhistorisches Museum Venedig
Mit Spaß lernen!
Naturhistorisches Museum Venedig
Das Naturhistorische Museum in Venedig gehört vielleicht nicht zur ersten Anlaufstelle, wenn man das erste Mal in Venedig ist. Aber: wenn ihr mit Kindern unterwegs seid, dann ist ein Besuch vielleicht doch eine Überlegung wert!
Im Palazzo Fontego dei Turchi, einem der ältesten Stadtpaläste Venedigs, befinden sich die Naturhistorischen und Kuriosen Stücke, die auch auf die Sammlung Teodoro Corrers zurück gehen – seine Kunstsammlung befindet sich im Museum Correr…
Meine Bewertung:
Positiv:
Eine überraschend modern wirkende Präsentation - besonders der Dinosaurier- und Fossilien-Abteilung! Die verschiedenen Bereiche sind toll aufgearbeitet. Die Kinder fanden es richtig gut!
Negativ:
Das Museum liegt etwas "ab von Schuss". Deswegen ist hier auch nicht so viel los - das kann eigentlich auch als Vorteil gelten.
Zuletzt aktualisiert: 15.10.2026 | Céline
Naturhistorisches Museum Venedig
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zu sehen?
Die Präsentation der Sammlung befindet sich im 2. OG. Eher ungewöhnlich. Aber völlig gelungen.
Man betritt den ersten Raum durch eine eher unscheinbare Tür und dahinter eröffnet sich einem die Expedition in der Ténéré-Wüste aus dem Jahr 1973 und zwei Dinosaurier Skelette begrüßen einen! Der Archäologe Giancarlo Ligabue entdeckte dabei einen Ouranosaurus nigeriensis – der hier in volle Größe präsentiert wird. Die Informationstafeln und der Film zeigen, wie dieser und ein weiteres Skelett gefunden, ausgegraben und aufbereitet wurden.
Die darauffolgenden Räume widmen sich vor Allem Fossilien. Und in einem Raum, kann man diese auch anfassen! Das war gerade für die Kinder sehr interessant!
Danach folgt in einem kleinen Abschnitt die Entwicklung des Menschen vom Homo habilis zum Homo Sapiens!
Anschließend geht es eher Kurios weiter. Zunächst befinden wir uns in einem Raum in dem wir allerlei Dinge Afrikanischer Kultur finden, darunter eine Mumie!
Wir schreiten durch Räume mit unendlich vielen Jagdtrophäen – von Löwen, Gorillas bis hin zu Elefantenköpfen. Das ist dann sicher nicht jedermanns Sache… War aber leider zu der Zeit der Kolonialisierung Gang und Gäbe… Es richt auch etwas unangenehm in diesem Bereich…
Dann wird eine kleine Wunderkammer betreten. Hier finden wir eine wirklich kuriosen Sammlung: Zweiköpfige Ziegen, komische Vögel und anderes, dass nicht unbedingt echt zu sein scheint. Danach wird es eher wissenschaftlich mit aufgesteckten Schmetterlingen, aufgeschnittenen Aalen und Fischen bis hin zu der Präsentation verschiedener Steine.
Danach betreten wir einen Raum, der uns Unterwassertiere wie Muscheln und Korallenarten zeigt. Es folgen landtiere, noch einmal Fische und die Welt der Vögel…
Alles in Allem wird es nicht langweilig und man kann viel Entdecken. Gerade für Kinder war das Faszinierend, auch wennd as eine oder andere eher Ekel hervorrief..
Die Sammlung
Zur Geschichte
Der Palast „Fontego dei Turchi“ geht auf das Jahr 1225 zurück. Errichtet wurde dieser von Giacomo Palmieri, der um 1225 aus Pesaro nach Venedig kam (die übrigens ebenfalls den Palazzo Pesaro ihr eigen nannten). Doch schon 1309 kame es zu einer Erblichen Teilung dieses Palastes und 1381 verkauften die vier Besitzer den Palast schon an die Republik Venedig.
Der Palast wurde dann häufig als Unterkunft für Gesandten, später den Botschafter genutzt. Sogar der byzantinischen Kaiser Manuel II. (1400, 1403) und Johannes VIII. Palaiologos (1423 und 1438) schlugen hier ihr Lager bei einem Besuche der Stadt auf. Auch Kaiser Friedrich III. wohnte hier in den Jahren 1452 und 1469, so wie Cesare Borgia (1499) und Anna von Böhmen und Ungarn (1502).
Ab 1621 wurde der Palast an osmanische Händler, die es als Warenlager und Wohngebäude nutzten verpachtet.
Im Jahr 1860 kaufte die Stadt das Restgebäude schließlich, um ein Museum zu errichten. Die Restaurierung leitete Federico Berchet und seine Rekonstruktion galt als sehr fragwürdig.
In den Jahren 1898 bis 1920 konnte man hier die gesamte Sammlung von Teodoro Correr finden. Danach wurde die historisch-künstlerischen Sammlungsstücke in das Museum Correr am Markusplatz überführt. Die naturkundlich-ethnologischen Stücke blieben im hier und bildeten den Grundstock des seit 1923 rein Naturhistorischen Museums. Diese Sammlung wurde durch Stiftungen und Schenkungen stetig erweitert.
Offizielle Webseite des Naturhistorischen Museums (IT/EN): https://msn.visitmuve.it/
Text- und Bildrechte: © Céline Mülich, 2026
Ich habe das Museum mit meinen Kindern besucht. Wollte ihr wissen, wo wir sonst noch waren? Den Bericht findet ihr hier!